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den war, glaubte nach dem Absierben des leßtern die-selbe Stelle bei dem Herzog von Anjou fordern zu kön-nen ; aber Herr von Breves war so sehr von der Koni-ginn begünstigt, baß jener nicht burchdringen konnte.
! Herr von Breves wurde überdies noch Oberaufsehervom Hause, erster Kammerherr und Oberlieukenanteiner Compagnie von 200 Mann von den Truppen desMonsieur, weiche ganz seiner Macht übergeben wurden»
Als der Hof beschlossen hatte, zu der Vermahlungdes Königs abzureisen, hielt die Königinn für gut,daß Monsieur in Poris bleiben sollte, und der Königwar auf Zureden des Herrn von Cvnchine (welcher da-mals Marschall von Ancre wurde) und seiner Frau ganzdamit zufrieden, ihn in den Händen deS Herrn von
> Breves zu lassen.
! Vor der Abreise Ihrer Maiestäten, legte Herr
I von Breves den Eid ab, und trat alle seine Aemter an.Er lies sich von der Königinn die Anordnung der Lehr-stunden des Monsieur geben, und wie er behandelt wer-den solle , auch in welche» Ausdrücken er mit dem Kö-nige, der Königinn, Mesdames, den Prinzen undPrinzess!,men, und den vornehmsten Personen deSStaats, sprechen und an sie schreiben sollte, vorschrei-ben. Er legte der Königin» seinen Erziehungs-Planfür Monsieur, welcher nachher beschrieben werden soll,vor, und ste war sehr damit zufrieden.
' Man errichtete eine kleine Dienerschaft, wie sie
> zum Dienst von Monsieur unentbehrlich war. Ihre
' Besoldung, mit den andern Ausgaben belief sich auf
zweimalhundertausend Livres im Anfang; aber sie ver-mehrte sich täglich.
Während der Reise Ihrer Majestäten wohnteMonsieur im Arsenal, wo Herr von Mel; (welcher alsn. Denkwürdigk. XVH.B. N He-r