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Im Jahre i6i; kam er au» den Händen derMadame MonglaS, Gouvernantin der Kinder von Frank-reich, und bekam den Herrn von BreveS, einen Edel-mann von NivernoiS, zum Gouverneur, dessen Ver-dienste und Eigenschaften, mit den andern Rücksichten,welche die Königinn bestimmten ihm ihren Sohn anzu-vertrauen, ich im Vorbeigehen berühren will.
Herr von BreveS hatte dem König und dem Staa-te mehr als dreißig Jahre im Morgenlands, wohin erim Jahre r;y 2 als Gesandter geschickt wurde, gedient.Bei seiner Zurückkunst nach Frankreich verheurarheteer sich mit einer Tochter aus dem Hause von Thou, wel-ches mit dem Herrn von Villeroi verbunden war, durchdessen Gunst er fast zu gleicher Zeit die Gesandschaftnach Rom bekam. Eine Empfehlung, die er an denHerrn von Conchine fConcini^ und seine Frau hatte, ver-schäften ihm ihre Bekanntschaft, die er sich sorgfältig zuerhalten suchte. Er wußte so sehr ihr Zutrauen zu ge-winnen, daß sie ihn seit dieser Zeit für einen ihrer ver-trautesten Freunde hielten. So lang er in Rom war,wurde Er ifür sie und ihre Freunde der Sachwalterbei diesem Hof, war zuvorkommend gegen die, welcheer von ihnen begünstigt wußte, lhat nichts, wovon «r ih-nen nicht erst Nachricht gab, und bemühte sich ihre Wün-sche zu entdecken, um ganz nach ihrem Willen zu handlen-Alle diese Verbindlichkeiten nebst seinen langen und an-erkannten Dienstleistungen, und der Verwandschaft mitHerrn von Villeroy, gaben dem Herrn von BreveS einso großes Gewicht bei Hofe, daß die Machthaber sehrgeneigt waren, ihm die Gouverneurs-Stelle bei Mon-sieur, um die er bat, zu übertragen. Er erhielt sogleichden königlichen Gnadenbrief darüber. Herr von Be-thune zwar, welcher von dem verstorbenen König alsGouverneur deS Herzogs von Orleans beibehalten wor-den