I.IV
Richelieu's Staatsmaximen.
Gold und Silber, welches sie verschlingen, bläht sieauf, bis zur Vermischung mit den besten Häuserndes Königreichs. Bastardartig entfernen sich diese(ki'ÄbLrtiüent:) von der angestammten Würde derVorältern, deren Fami'lienzüge'von den Gesichternverschwinden." (S. *77.) Das beste ist auf alleFälle der Rath, ihre Anzahl möglichst zu vermin-dern.
So viel von innern Verhältnissen. Mitneuem Schwung im Vollgefühl der Macht, alsderen Schöpfer er sich mit Grund denken konnte,setzt Richelieu an die. Spitze seiner Maximen überdie auswärtigen Angelegenheiten denGrundsatz: Der Regent muß als mächtig gelten!Diesem „Baum der Macht giebt er fünf Wur-zeln. Ansehen, Kriegsmacht zu Wasserund Land, eine volle Schatzkammer und —endlich das Herz seiner Unterthanen."
Das letztere hat selbst in dem Gemälde dieserStaatsbedürfnisse eine bedenklich kleine Stelle er-halten. In der Kunst, Herzen zu gewinnen, hat dererfinderische Richelieu eine „solche natürliche Tro-ckenheit" daß er sich in den wenigen Worten:„Wenn in den Finanzen Ersparnisse gemacht wer,den, so wird sich das Volk erleichtert fühlen, und
der
*) x-rtle II. ek. IX. Leck. VI».