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Bagni, der schon vom verstorbenen Papst zurNunciatur in Frankreich bestimmt gewesen war, wurdebey seinen ersten Audienzen, unter Innocenz Namen,sehr frostig ausgenommen. Damit aber der neue Papstan dem Übeln Millen, den man gegen ihn hegte, fein ge-wiß nicht zweifeln könnte, nahm man dem KardinalAntonio Barberini die Protection der französischen An-gelegenheiken. Der Nuntius Bichi hingegen wußtesich so gut zu rechtfertigen, daß man mit seinem Ver-halten zufrieden war.
Der Kardinal Mazarin war so gefährlich erkrankt,daß man an seinem Aufkommen zweifelte. Die Köni-gin« war darüber in unbeschreiblicher Unruhe, und be-merkte , daß mehrere von den ehemaligen AnhängernRicheli'eu's bereits alles aufboten, um an MazarinsStelle zu treten, und Sie zu überraschen. Um aberdiese Fürstinn gegen jeden in der Folge zu bereuendenSchritt zu wahren, sagte ich Ihr: der Kardinal schei-ne mir nicht so krank, als man ihn macke; ich bemerkenoch Kräfte genug in ihm, und die Aerzte sagen, dieedeln Theite seyen noch nicht angegriffen, woraus ichschlöffe, daß noch mehr zu hoffen als zu fürchten sey;die Aerzte, welche ihn in der Kur hatten, besonders derIhrige, wären aber verpflichtet, es ihm zu sagen, wennsie ihn in Gefahr glaubten, weil auf den Fall, daß Gottüber ihn verfügte, Jhro Majestät noch über Verschie-denes Auskunft erhalten müßten; wollten Sie nicht un-mittelbar selbst regieren, so müßten Ihnen mehrerePersonen verdächtig seyn, z. B- jeder den der Herzogvon Orleans unterstützte, oder der in Verbindung mitdem Prinzen Conde stände, oder wer nicht sonst schonauf Ihrer Seite gewesen wäre.
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