ihn entschlossen, das Aeußerste für sich zu wagen. Er gewinntsich an dem Grafen von Auvergne, welcher zum Todeverdammt seit Heinrichs des IV. Zeiten in der Bastille saßdurch schleunige Loslassung einen listigen und mächtigen Freund'dem er eine Armee und selbst das Gouvernement von Parisund von Isle de Franc- anvertraitt. Er nimmt Richelieu alsStaatsstcrekair in das geheime Conseil auf. Er entläßt allebi-herige Minister mit cinemmal. Kurz, er handelt, alseinMann, der alles wagen zu müssen denkt, weil er alles zu ver-lieren befürchtet. Nur daß der Ehrgeiz eines paradierendenjungen Hofmanns sein Ruin seyn werde, ahnete, verhüteteer nicht. De Luynes hatte de» Namen des Königsfür st b. Die folgende Note zeigt, welches Gewicht der Geistder Zeit auf diesen legte.
S- ZZY. Abreise der Königin« —
Man wird des nahen Augenzeugen Dossompierre's Schilldernng von dieser solgereichen Veränderung sehr charakterischfinden. Der Tod des Marschalls von Ancre fiel in die Zeit,da B. von Hofe abwesend war. Aber kurz vorher erzählt erp. 4;-;. 4;6. die Könlginn, welche den gewandten, höfischenlind doch in seiner Art. biedern Mann begünstigte, gewarnt zuhaben. „Im nchmlichen Monat (März 1617.) kam ein ge«Nisser d'Etoy, von de Luynes geschickt, in meine Woh«nun«, um mir zu sagen, daß die Königin» Mutter diesen verrabschiedet habe, weil er den König habe entführen wollen, undzwar kam er auf Befehl der Königin» Mutter. M athurinewurde aus eben der Ursache in meine Wohnung gesendet, undverließ weinend dieselbe, um zu dem König und zu Luynes zu gerHeu, und lehterm zu sagen: er solle den König glauben ma-chen, daß es der Marscholl gewesen sey, der dieses Gerüchtausgcsprcngt habe, um zu erfahren wie eS der König aufneh-mcn werde, und um es dann wirklich in Erfüllung zu bringen.Der König wurde hierüber noch mehr auf den Marschall auf-gebracht , undLuynes kam mit dem Marschall deshalb i»heftigen Wortwechsel.
„Denselben Abend, da dieKöniginn hierüber mit mir sprach,sagte ich zu ihr; Madame, ich glaube, Sie sind nicht genug
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