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Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
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Leitet, und es gegenwärtig so hoch Hinaufgetrieben, als eSnur einer treiben kann; so lange ich nehmlich sähe, daß esinir gewogen war. Seitdem ich aber bemerkt habe, daß esNiich zu begünstigen aufhört, daß es mir Winke giebt, sichvon mir zu wenden und zu fliehen seitdem bin ich aus einenanständigen Rückzug bedacht gewesen, um in Ruhe zu genie«ßrn, waS uns d,e Freygebigkcit der Königinn geschenkt, undunsre eigens Betriebsamkeit erworben hat; seitdem habe ich mirvorgenommen. daß wir in unser Vaterland, a!s eine gute Fa«nülie, mit meinen Kindern zurückkehren, und nach unserm Torde, ihnen unsere Güter und unser Vermögen hintcriassen

sollten. DieS ists, waS ich seit einigen Monaten vergeblich beymeiner Frau dnrchznsehen suche, und bey jedem Schiag, den

uuö Las ungünstige Glück versetzt, fahre ich fort, deshalb insie zu dringen. Seitdem eine mächtige Parthey sich in Frank«reich erhoben hat, die mich zum Vorwand ihrer Empörungmacht, und mich für einen der fünf Tyrannen erklärt, die sievertilgen wolle; seitdem Herr Do lest,p der mein Vertrau»1 er, mein Freund, mein Geschöpf, sa ich kann sagen meinDiener war, todt ist; seitdem ein ehrloser Schuster von Pa«ris mich, den Mars-doll von Frankreich, schimpflich beleidigthat; seitdem ich gezwungen wurde, meinen Aufenthalt in derP cardis aufzug-b-n, meine Festung d'Amiens zu räumen, undAncre dem Herrn yon Longueville, meinem Feinde, alseineBeure zu überlaWi; seitdem ich genöthigt worden bin, michzurückzuzichen, oder vielmehr, mich in die Normandie zuflüchten; seit Liefen Zeiten habe ich meiner Fräu vorgestcllt,daß unter den großen Wohlthaten, die uns Gott erwies,diese keine der kleinsten ist, daß er uns ermahnt, uns zurück«zuziehen. Wir haben in der Folge unser Hans zerstören sehen,und sind dabey um zweymal hundert tausend Thaler gekom«men; wir haben zwcy von unfern Leuten vor unfern Augenaushängen gesehen, weil sie auf unfern Befehl den Tauge«nichts, den Schuster, ausgeprügelt hatten. WaS wolltenmir weiter erwarten, als den Tod unserer Tochter, der unsdie Nachricht bringt, daß auch der unsrige bald erfolgen wer-de , und welchen wir hätten vermeiden können, wenn wir ei-lig uns zurückgezogen hatten. Zcb glaubte für diese Absichtdamals recht gut zu sorgen, da ich dem Pabst 600,000 Tha-ler für den lebenslänglichen Nießbrauch des Herzogthums Fer-rara bot, wo wir in Ruhe den Nest unserer Tage zugebracht,

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