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Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
437
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S. 272. Den Bischof von !ÜM

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Er hatte kürzlich die Stelle eines Staatssecretairs durchdie Königin». Regenti» erhalten. Bassompierre p. 428. Be«kanntlich ist Er kein anderer, als der nachmalige Kardinalvon Richelie u. Dieser war der jüngste Sohn von Franz Plessis, Herrn von Richelieu, und von Susan«na de la Porte (iz8; geboren), er trug den Namen Ar«mand Johann Plessis. Nicht zum geistlichen Scan«de bestimmt, legte er sich auf schöne Wissenschaften und Phi-losophie , anch aus Leibesübungen. Erst, da sein zweytcr Kru»der A ipHvn 6 , der zum Bischof von huqon ernennt war, aufdiese Würoe Verzicht khat, um Karthäuftr zu werden, er-langte dre Familie vom König, daß diese Ernennung auf denjünger» Bruder übrrgirng. Nun trat er in den geistlichenStand, pürierte Thviogie, wurde Doktor, und setzte aufeinem Landhaus« der, Paris, noch zmey J-Hre das Studiumder Theologie und der Religwnsstr-iligkAten fort.; Kardinaldu Perron hatte sich durch dieses Mittel emporgeschwun«ge». Nur seine schwache Gesundheit schränkte seinen Fleiß cirwas ein. Zm ein und zwanzigsten Zahr suchte er selbst zuNom, Erlaubnis; zu einer früher», Einweihung und erhielt sie.Schon vor der Reichsversammlung von 1614 war er der Ne«gentin und dem Marquis von Ancre bekannt geworden, Erhatte Mittel gefunden, sich bey der Marquisin von Guer-cheville, Ehrendame der Königin, Zutritt zu verschaffe»,und war ein Freund von Barbin, dem Haußhofmsister(Intendant) und nachmaligen Minister der Königin», der im«nicr einep ihrer geheimen Rathgeber war. s. unser» TextS. 282. Mit einem mal hatte R. den Geschmack an Po«lemik und an Predigten verlohren, und sich dem Marschallvon Ancre gewidmet. Durch diesen wurde er Großalrmosenier des jungen Königs. Er wußte sich weiterhins0 gut in die Absichten und Schwächen der- KLniginn Mut-ter zu finden, daß er, sobald sie freyere Hände durch Gefanrgennehmuug des Prinzen Cvndü bekommen hatte, an einenwi'chtigern Staatsposten hervorgezogen wurde. Nur zu ver-wundern ist es, daß seine Gebieterin, so sehr sie sich mit in«triguanten Männern seiner Art umgeben hakte, dennoch jetztso schnell aus der Milte ihrer glänzenden und machtvollenStellung gleichsam herausgeschleudert und von dem einzi«

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