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Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
380
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Die Prinzen und Großen verdroß es, daß manihnen bei den RegierungSgeschäftrn nicht denjenigen An-rheil und Einfluß einräumte, den sie zu verdienen glaub-ten; daß der Herr von Luines und seine Brüder denKönig ganz besaßen, und außer ihnen niemand zumgeheimen Rath und der Geschäftsführung gezogen wur-Le; daß sie mit Hülfe der ungemeinen Gunst worin siestanden, alles auSrichteten waS fle wollten. Iu dieserHinsicht hatte man, um sie noch gehässiger zu machen,ausgesprengt, der Herr von Luines stehe mir dem Her-zog von Vendvme über das Gouvernemt von Brecag-ne und über die besondern in der Provinz gelegenenPlätze in Unterhandlung.

Jeder hielt sich darüber auf, daß man die Pen-sionen ein wenig beschneiden wollte, während man amHofso großen verschwenderischen Aufwand machte, wo-von den Günstlingen das meiste zuflösse.

Die KöniginnMutter war unzufrieden daß man fle«och immer nach Blois verbannte; sie bemühte sich, dortweg zu kommen, und hielt darum an, nach MoulinSgehen zu dürfen; man bewilligte ihr es auch-, alleinDer Schuh drückte sie anderswo, wie wir noch sehenwerden. 'Auf die erhaltene Erlaubniß, ließ sie zumSchein Anstalten zur Abreise machen, die aber vonZeit zu Zeit wieder verschoben wurde.

Die Sache in Betref der Vermählung von Ma-Lame Henriette gieng unterdessen ihren Gang fort, und§s wurde zum völligen Schluß alles in BereitschaftLeseßt.

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Endlich wurde die Ehestistung ins Reine gebracht,Ler Kardinal stipulirte für seinen Vater und Bruder,von denen er dazu bevollmächtigt war.

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