Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
374
Einzelbild herunterladen
 

274

und dann in den Niederlanden überhaupt, mit unum-schränkter Gewalt die Regierunggeführet hatte, aufVer-anlaffunq des Prinzen von Oranien, nebst zween An-dern verhaftet worden war, weil er sich verschiedenerVeruntreuungen und geheimer Verständnisse mit aus.wärrigen Mächten zum NachtMl des Staats schuldiggemacht haben sollte. Wer jedoch Heller in der Sachesah, hielt es blos für eine Rache des Prinzen dafür,daß Barnevelr seinen Anschlägen auf eine unumschränk-te Gewalt im Wege stand, und sich ihm vielfältig wi-versetzte. Der arme Herr wurde in seiner Gefangen»schüft so hart und unmenschlich und dabei so listig be»handelt, um es dahin zu bringen, ihn überführen zukönnen, daß die Sache endlich einen so traurigen Aus-gang gewinnen mußte, wie wir unten noch anführenwerden.

Gegen das Ende des Monats kam die Prinzes»sinn'von Conde zu Bois de Vincennes mit zwei tobtenKnaben nieder; freilich zu früh, denn sie gieng erst imsiebenten Monat.

September.

Eine Vermählung zwischen dem Prinz von Pie»nront und der Schwester des Königs, Madame Hen-riette, wurde jetzt stark betrieben, und es kam damitendlich so weit, daß man beschloß, sich darauf einzu»lassen.

io.

Der König trat rinH projectirte Lustreise an undgieng zunächst nach Lagny und, nach eine« Aufenthaltvon vier bis fünf Tagen, am 15. nach Mvnceaux.Zween Tage darauf reisten alle Mitglieder des Gehei-men