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Lieutenant und der Hauptmann von der Nachtwache u.a. dergl. angewiesen , auf alles ein wachsames Auge zuhaben; überall aufzupaffen; selost die Häuser durchzu-spioniren; genau Acl'tung zu geben, wer durch die Tho-re komme oder gehe, und aus den mindesten Verdachtohne Umstände jeden beim Kopfzu nehmen und in Ver.Wahrung zu bringen. So mußren also Freunde, Ver-wandte und Nachbarn sich wohl vorsehen, ehe sie einan-der besuchten, und erst bedachtsam überlegen, wie sie eSangretfen sollten, um nicht Verdacht zu erregen.—>In den andern großen Städten deö Reichs versuchteman ein Gleiches; dort war aber das Ansehn des Mar-schaliS und seines Anhangs nicht unumschränkt genug,um es durchzusehen. — So standen die Sachen inFrankreich im Anfang des Jahrs 1617.
Oben erwähnte ich, was in Champagne vorgegan-gen war, und mit welcher schnöden Antwort der Her-zog von NcverS einen Gardeunterossijler adgesertigk hat.te, der wegen seines Verfahrens gegen den Herrn vonVieuville an >hn abgeschickc worden war. Ich habeferner angeführt, was weiter darauf erfolgte. DieSachen wurden aber dort seither rmmer schlimmer; dieKönigin« Mutter konnte die von den Herzog von Ne»verS gegen Ihre Befehle bewiesene Unbvcmästgkeit nichtso Hmgehen lassen, und ließ l-umer noch Truppen inChampagne stehen , um sich jeden etwanigen Unterneh-mungen deS Herzogs zu widers-chen. Dabei ließ manjedoch ihm sowohl als dem H rzog von Vendome unddem Herzog von Maine im Namen Ihrer Majestätzuentbieken, wenn ste nach Paris zurückkoinmen, undsich pfllchtgemas verhalten wollten, so würden ste will-kommen feyn, wohl behandelt und jedes Mißtrauenbeseitigt werben. Keiner aber wollte Viesen Versiche-