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Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
209
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Absieigquarkier erbaut worden, und kn der Mittedes Stroms lag ein großes prächtiges Fahrzeug, inwelchem beide zusammentreffem, sich becomplimenriren,bftprechen und von einander beurlauben sollten, wahrenddie zu ihrer Auswechslung und gegenseitigen Uebernah.me Bevollmächtigten Herrn ihre Credikive vorzeigten,und die üblichen und erforderlichen Urkunden über diewütkliche Auswechslung und Uebcrgabe aushänvigten.

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Die ganze Ceremvnie wurde glücklich vollzogen.Der Herzog von Guise, der den Auftrag hatte, Mada-me zu begleiten, und die Königinn zu übernehmen, ent-ledigke sich dieses Auftrags aufeine seiner würdige Art;der Herzog von Uzeda, der wegen einer Krankheit sei-ncs Vaters, des Herzogs von Lerma gleichen Auftraghatte, die Königinn zu begleiten in die Hände deSHerzogs von Guise zu übergeben, und Madame dage.gen zu übernehmtn, rhat kies ebenfalls auf die besteWerfe. So wurde also diese Ceremvnie vollzogen, undder Herzog von Guise begleitete die Königinn, welcheLiesen Tag bis St. Jean de Luz, am folgenden bis Ba-yonne gieng, u. s. w.

Unterdessen griffen dis Unruhen von allen Seitenweiter um sich; der Herzog von Eandaie beurlaubtesich der dem König und der Königin» Mutter, unterdem Vorwand daß er so sehnlich wünsche, seinen Bruder,den Erzbischof von Toulouse zu besuchen ; statt aber da-hin zu gehn, wo er vorgab, nahm er seinen Weg ge-gen AgenoiS, Armagnac und Astarac, conferirte mitallen die sich empört hatten, schloß sich an sie an, warbüberall, ohne königliche V -llmacht Truppen, und legteauf alle Weise die Kennzeichen eines bösen Willens undübler Absichten an den Tag, wiewohl er noch immerseine Schritte mit dem Vorgeben eines königlichen Auf-trags bemäntelte.

N.Denkwürvigk. XV. B. j) Der

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