Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
105
Einzelbild herunterladen
 

^'>7)),i

Lch

!«! ^Kd<.!r

tmlkr

M L

,Hii'

.Mk

ll^E

s-^,l ^__!» ro;

Dagegen sah man Wiederaus ebendem Lande eineuAdelichen NahmenS Clausoime, ankommcn, der sich ei-nen Abgeordneten der Reformirten in Nieder - Langue-doc nannte, mit dem Auftrag «sch darüber zu beschwe-ren , daß man zu'AigueSmorceS eine gemischte Versamm-lung gehalten habe, ohne den Adel zuzuziehen; und zuerklären, daß sie keinen The,! nähmen an allem, wasdarauf verhandelr worden sev, vielmehr den BefehlenSr. Majestät Folge zu leisten stets bereit seyen. Erbrachte sogar ei» Schreiben vom Connerable mir, derseine Sendung autoristrce, und durchaus auf die Einse-tzung des H?. rn von Bertichcrcü in den verliehenen Po>sien drang. So erhielt denn also der Herr von Chatil»lon Befehl zur Vollziehung zu schreiten.

Am ein und dreißigsten dieses Monats trug' sicheln trauriger Fall zu. Der einzige Sohn des Baronvon Luz, dem die Königin« alle Stellen seines verstor-benen Vaters verliehen hakte, war von einigen seinervorgeblichen Freunde, die vielleicht selbst Absichten aufdiese Stellen hatten, angestiftet worden, den Chevaliervon Guise zum Zweikampf zu fordern, um den Tod sei-nes Vaters an ihm zu rächen. Er that eS; sie rittenmit ihren Sccundanten ins Feld vor das Thor St. An-toine les Paris, und entkleideten sich. Nach zween oderdrei Gängen, wobei es auf beiden Seiten Wunden ge-setzt hatte, stürzte der junge Baron Luz unter sein Pferdund starb auf der Stelle. Der Ritter von Guise be-kam , so wie auch die beiden Sekundanten, selbst ver-schiedene Wunden. Seine Begnadigung hielt diesmalnicht so schwer als das erstemal, weil er selbst förmlichherausgefordert war, seinen fürstlichen Stand bei Sei»te gesetzt, und die gleiche Gefahr mit seinem Gegnergelheilt hatte.

G 5

Februar.