Allein durch die Ränke verschiedner Herrn, welche !Anspruch an diese Ehre zu haben vermeinten, fand sicheine so starke Anzahl von Prätendenten dazu ein, daßdie Kömginn, um niemand vor den Kopf zu stoßen, !sich genöthigt sah, die Ceremonie vor der Hand auf ein ^
andermal auszusetzen, empfindlich darüber, daß der i ^Herzog von Epernon Ihr Vorhaben auf diese Art durch,kreuzt hatte. ,
Am 25. oder 26. wurde die Könkginn durch dieFeinde des Herzogs von Bellegarde — der aus Bour-gogne nach Hof eilte um sein Amt als erster Kammer-junker beim König zu versehen — veranlaßt, ihm Ge-genbefehl zuzuschicken, unter dem Vorwand, daß dieAufwiegler Anschläge auf einige Platze in feinem Gou-vernement im Schilde führten. Er mußte daher diesemBefehl zufolge wieder umkehren.
DI««
»ln!
Am ry. langte der Herzog von Guise auf denerhaltenen Befehl an; er fand aber seinen Creditbei der Königin« sehr gesunken, indem die schon Ge-nannten sie ganz besaßen. Er bezeugte einige Empfind-lickkeit darüber, so wie über die Art, womit man denOberststallmeister (Bellegarde) behandelte; doch wurdehievon öffentlich nicht viel bemerkt.
A,
! «i«jW«Mil,