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Zweyte Abtheilung, Funfzehnter Band (1798)
Entstehung
Seite
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die nothigen Urkunden wegen gänzlicher Vergessenheitalles Vorgegangenen und Versickerung der ihnen bewil-ligten Gnaden ausgeferkigr und behändigr werben. Die-se schickte man auch würklich einige Tage darauf insParlemenk zur Registratur, und eine Copie davon wur-de nach la Rochelle abgefcrtigk.

Seit dem Tod des Grafen von Soiffons hatte dieGestalt der Sachen sich merklich verändert.

Der Prinz von Conde, der Herzog von Revers,der Herzog von Maine, der Marschall von Bouillon,und der MarguiS d'Ancre, unterstützt mit Rathvom Baron von Luz, von Dole' und andern, regiertenalles mit vollem Ansehen. Sie wollten die Königinndahin vermögen, den Kanzler von Villeroy, den Prä-sidenten Icaunin als Obcraufscher der Finanzen, undeinige Staarssecretairs von diesen Posten abzusetzen, umsolche Leuten in die Hände zu spielen, die ihnen erge-bei/waren. Sie hatten sogar die Herzoge von Dürfe,von Epernon, von Bellegarde, von Vendome, von Retzund mehrere andre um die Gnade Sr. Majestät gebracht,und diese beschwerten sich laut darüber, so wie über ihrganzes Benehmen und die dadurch in den Geschäftenimmer weiter um sich greifende Unordnung.

Am zehnten oder eilften setzte man der Königin»in den Kopf, eine Ritterpromocion zum H. Geist-Or-Len vorzunehmen, und weil der gröste Theil derer, diedabei zugelassen werden sollten sich noch in entferntenProvinzen befanden, so schlug man vor, nur diePrinzen zuzulassen, und heimlich in aller Eile nachdem Herzog von Guise zu schicken, der sich damals inProvence aufhielt. Dieß geschah denn auch.

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