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zum Pomp und zur Pracht dieser feyerlichen Handlunggehörte, zog vor der Königin her. Sie wurde gegenzwey Uhr in die Kirche geführt, und verfügte sich so.gleich auf das große Prunkgerüste , welches für sie be.stimmt war. Bcr Dauphin, der Herzog von Anjou(wegen Unpäßlichkeit dcö Herzogs von Orleans) undihre Oberhofmeister, die Herren von Sourai und vonBet hu nes, als deren substuirte Stellvertreter, tru-gen die Schleppe ihres Mantels. Die CardinäleGonby und Sourdis nahmen sie in die Mitte.Prinz Conti trug die Krone, der Duc de V e ri-tz o m e das Scepter, und der Hvfcavalicr de Ven«dome den GerechtigkcitSstab. Madame und dieKömgin Margaretha gierigen hinter der Königinher. Die Prinzessin von Conde, die Prinzessin vonConti und die Düchcffevon Montpensier, trugenden Schweif des königlichen Mantels, der HofcavaliecChateauvieux war ihnen, auf Sr. Majestät aus-drücklichen Befehl, zum Gchülfen zugcordnrt.
Dieser prachtvolle Aufzug ward allgemein bewun-dert. Vorzüglich verherrlichte ihn die Gegenwart derKönigin Margaretha, deren Mutter einst in diesemncmlichen Tempel gekrönt worden war. Die französi-schen Mur^uritus, oder Perlen, passen sehr gut zuden fiorentinischen Lilien. Margaretha von V a»lviS bediente einst die Katharina von MediciSbey einer ähnlichen Gelegenheit. Andere Königinnenzogen sich in die Einsamkeit zurück, um dort denSchmerz und Kummer zu verbergen, welchen sie überdie Veränderung ihres Zustands empfanden. Diesehingegen begab sich nach Hof, um daselbst öffentlichihr Vergnügen darüber zu bezeugen, daß man ihrenV iiten, ihren Wünschen zuvorkömmt, und überall folgtihr die Ruhe. Sie begegnet dieser Königin mit der
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