Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Vierzehnter Band (1797) Nachlese von Bemerkungen zu den letzten Regierungsjahren Heinrichs des IV : nebst Anzeie der Quellen, aus welchen der Inhalt dieses Bandes geschöpft ist
Entstehung
Seite
XV
Einzelbild herunterladen
 

und geschlossen. Aber auch dem seltenstenManue zeigt sich der Genius seines Lebens me rndieser unverhüllten Klarheit, weiche das Zuküusügein die Gegenwart verwandeln würde, wenn erM.rielund Ausgang mit gleich Heller Fackel wie Vorftzund Beginnen zu beleuchten vermöchte. Dem Un-ternehmenden leuchtet ein Ziel entgegen, das Ideal,was er leisten und wofür er gelten wolle. Aberselbst dieses Bild am Ziele steht ihm Nicht so fest,daß es sich nicht bald mit einiger Verkleinerung nä-her rücken, bald in eine vergrößernde Entfernunghinaus erheben könnte, je nacydem sich Nebel oderErhellung, ein dusteres oder heiteres Farbenspiel inden Zwischenraum hereinwirft. Und die Wege da-hin ? Nie sind sie in der Wirklichkeit so gerade, wiesie die reine Regel des Meßkünsilers fordert, wennsie die große Empfehlung der Kürze haben sollten.Wer kann voraussetzen, welche Krümmung ihn er-wartet, wenn er die nächste Feljenjcblucht umgangenhat? Was man trift, seinem Ganzen so einzupüs-,sen, als ob man es vorher dazu ersehen hätte, d-esist die hohe Kunst der LebenSkiugheit. Aber je un-widerstehlicher die grösten Menschengeister jedenneuen Stoff in ihre Form zu fügen wissen, geradedesto auffallender wird die Unmöglichkeit, in diegewaltige Seele irgend einen Lebensplan hinein zudenken, weicher in einem bestimmten Moment wirk-lich die Bestandtheile alle in sich gefaßt habe, die jezk

ihr