Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Dreyzehnter Band (1797) Biographische Uebersicht zu den Denkwürdigkeiten des hugenotischen Kriegsanführers Franz de la Noue
Entstehung
Seite
196
Einzelbild herunterladen
 

iy6

So viel verwende ich also darauf, unk doch trägtdie ganze Abtei nicht dreitausend Pfund jährlich, wovonmich der Abt Cvmmendatarius allein jährlich über dieHälfte zu unterhalten kostet *) ; dann muß ich auch nochdem König sehr große Zehnden entrichten, Und großeReparaturen davon bestreiten, wie ich schon erinnerthabe.

Kie Armee des Herrn Prinzen von Evnde' unddes Herrn Admirals kamen zweimal dahin und quartir-ken sich ein; einmal in meiner Anwesenheit, als ich vonder Armee unscrs Königs nach der Schlacht bei Jarnaczurück kam, und an einem viertägigen Fieber kranklag; das andremal in meiner Abwesenheit Nie verdar-ben sie aber während ihres Aufenthaltes das Mindeste inder Abtei, verstümmelten kein Heiligenbild in der Kir-che, thatcn keinem Mönch etwas zu Leide, und sagte»sogar:Wenn sich auch die Messe in eigner Person dabefände, würde man ihr nichts thün; mir zu Liebe'"So daß sich also diese Abtei und Kirche von allen, wodie Rcfvrmirten waren, dis reinste Jungfrau in ganzGuycnne nennen mag. Dicß ist allgemein bekannt.Nun sage man mir einmal, ob ein großer dicker fettetAbt dieß wahre Meisterstück hätte bewürben können?

B

UM«»!

. U ^ d

linker der Negierung der Königin« Elisabeth inEngland hatte der Papst den sehr klugen Einfall, demkatholischen Adel in In land die Pfründen auf dieser Jasftl zu überlassen, und zu verleihen, um sie desto sichtet

gegen

*)Denn die Mönche, refotmirte Benediktiner, habenihre Wirrhschast und Einkommen besonders, was sich»vohl höher belauft, als das des AbtS, ohne daß sieetwas dafür zu thun noch davon zu entrichten gehaltensind. " -7

-Ä