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Zweyte Abtheilung, Dreyzehnter Band (1797) Biographische Uebersicht zu den Denkwürdigkeiten des hugenotischen Kriegsanführers Franz de la Noue
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te, krank wurde, und starb. Denn das Gift konnteseine Wirkung gar nicht verfehlen; eS war das feinste,und mir der äußersten Sorgfalt bereitete , nicht blos fürden Dauphin, sondern auch, wie man wissen will,und der Mörder im Tode noch bekannte für denKönig und dessen andre Kinder. So hörte ich es beiHof von einer vortrefflichen Dame erzählen, die sichdamals dabei befunden hatte.

Den König schmerzte dieser Todesfall so sehr, daßer sich der Traurigkeit lange Zeit nicht wieder ent-schlagen konnte. Denn er hakte große Hoffnungen undeine große Meinung von diesem Sohn gefaßt. DerHerr von Bellay handelt sehr gut und ausführlich davonin seinen Memoiren.

Es war ein großer Verlust für ganz Frankreich;denn ich habe von vielen Personen ungemein viel Gutesvon diesem Dauphin gehört, besonders aus dem Mun-de deS Marschalls von Briffae, der sem getreuer Stall-meister und vorzüglicher Günstling war.

Auch der Vicomte Dorte und der Graf vonRoussr, die nicht von seiner Seite gekommen waren,so lange er sich in Spanien als Geisel aufhielt, und diesehr in Gunst bei ihm standen, erzählten mir ebenfallssehr viel Gutes von ihm.

Mein verstorbener Großvater, Andreas von Vi-vonne, Seneschal von Pouou war sein Hofmeister ge-wesen, daher er auch den Titel führte: Gouverneurdes Herrn Dauphin und königlicher Kam-mer Herr. Ich habe auch viele Briefe vom König,der Königin »nd andern Großen, in unferm Hausegesehen, worin ihm diese Titel, nebst den eines Sene-schal von Poitou gegeben wurden. Sie waren

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