Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Dreyzehnter Band (1797) Biographische Uebersicht zu den Denkwürdigkeiten des hugenotischen Kriegsanführers Franz de la Noue
Entstehung
Seite
119
Einzelbild herunterladen
 

jvRikli

>»'NMfÄst«iü> M.§r M

iG

!«,M

lM

»d

WV

LILv

:Ä!"

. I

-

.-^ k

..ckßk

gM'''

Ilt,

' In der Schlacht bei la Bicoca hielt der Herr vonEscu sich sehr brav mit dem ersten Trupp Gensb'ar-merie, die sein Bruder ihm zu kommandiren gegebenhatte. Er erstürmte die Brücke, drang hinein undkämpsie tapfer, wobei ihm das Pferd unter dem Leibeerschossen wurde, und ec einen starken Hieb über dasGesicht bekam. Indessen mußte er doch retiriren, weildie Feinde starken Succurs bekamen. Er verlohr dabeifeinen Fähnrich, Roguelaure, einen braven Cavaljeraus Gcsscogne, und eine Menge Gensd'armen von sei-ner Compagnie.

Nach dem Verlust der Schlacht zogen her Herr,von Lautrec und der Herr de la Palisse sich nach Frank-reich zurück, der Herr von Lesen aber gieng mit demRest der Truppen und denen des Johann von Medicisnach Cremona. Hier belagerten ihn der Marqms vonPescara und Prospero. Weil er nun sah, daß ernicht stark genug war, und weil er keinen Heller Geldzur Löhnung für seine fremden Truppen hatte, so capi«kuliree er. Dabei machte er ein Stückchen nachArt seines Bnchcrs. Er schloß jeine Capitulation,ohne einen von allen, die mit ihm waren, um sein Gut-achten zu befragen. Da aber Johann von Medi-eis, der das stärkste Corps unter ihm hatte, sah, daßer so vernachlässigt und die Capitulation geschlossen wer-de, ohne Rücksprache mit ihm zu nehmen, und da erglaubte, man wolle ihn auf diese Art verrathen und ver-kaufen, so fieng er Meuterei an, und alle Soldatenforderten ihren Sold. Nun mußte Herr von Escu ge-lindere Saiten aufziehen, und ihn wieder zu besänfti-gen suchen.

Er schloß hierauf ohne ferneres Hinderniß seineCapitulation, nicht nur über Viesen Plah, sondern auch

H 4 schim-