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Zweyte Abtheilung, Dreyzehnter Band (1797) Biographische Uebersicht zu den Denkwürdigkeiten des hugenotischen Kriegsanführers Franz de la Noue
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judwig Xi. wollte seinen Sohn Karl VIII. gar nichtunterrichten lassen. Sie glaubten die Tapferkeit leidedarunter. Leere Einbildungen; denn ich möchte wohlwissen, ob die Wissenschaften einem Cäsar, einemAlphonS, König von Neapel, zu unfern Zeiten einemHerr» von Langeay, von Salvoison, Admiral vonChatillon und einer Menge andrer schadeten.

Hatte der Herr von Lescun mehr gelernt, so würde^wohl mancher Fehler unterblieben seyn, den er in Mai-land begieng. Denn er war schuld, daß es vollends fürden König verlohren gierig, da der Herr von Lautrernach Frankreich zurückgegangen war, und ihm unter-dessen daS Commando übertragen hatte. Er ficngan, zu große Strenge zu üben, und zu große Habsuchtzu beweisen, ohne selbst die zu verschonen, die am eifrig-ste» für die Parthei des Königs gewesen waren, wiedie TrivuicivS, PallaviciniS, und andre, blos um sichihr Vermögen zuzucignen. Der Herr von Lautrer sollübrigens unier der Hand mit einverstanden gewesen seyn.W<!ch ein Unglück, wenn ein königlicher Statthalterin der ihm anvcrtrauten Provinz sich der Habsucht über-läßt! Keine Uebelchat ist ihm zu schändlich, wo cSdarauf ankömmr, seiner Leidenschaft zu fröhnen !

Mailand war uns sicher, und ruhig genug, wennnicht so große Habsucht und Ungerechtigkeiten darin vcr-übt worden wären. Dadurch wurde das Volk erst auf-gebracht, und darüber verlohren wir denn alles. Einwarnendes Beispiel für diejenigen, welche vorgeben, einerobertes Land.müsse man mit aller Strenge und Grau-samkeit behandeln, um durch Furcht Empörungen zuunterdrücken.

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