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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
334
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Driquemaut, der unerschrockene Held, der dem Todso oft im Schlachtfeld getrotzt hatte, verlohr hier seine Fas-sung ganz, als man ihnen das Urtheil bekannt machte, daßsie als überwiesene Mazestätsverbrccher sollten gehenkt werden.Er sank so tief, daß er selbst verschiedene schimpfliche Bedin.'Lungen nach einander vorschlug, die er ringehen wollte, wem»man ihm das Leben schenkte.

Cavagne, sein standhafterer Unglücksgefährte, an dieselbeKette mit ihm gefesselt, umgeben wie er, mit den Dienernde« Todes, warf einen mitleidsvollen Blick auf ihn.Briquemaut crrblhete über seine Feigheit, sein Muts) kehrtezurück, und imerschrecken ließen sie sich, unter tausend Be,schimpsungcn des kopflosen Pöbels, nach dem Nichtplatz schlei-fen und hinrichten.

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Eine Cabale von Unzufriedenen berechnete ihrePlatte auf den unruhigen, ehrsüciuigen Character des Herzogsvon Alen^on, und wollte uttrer der Autorität eines königlichenPrinzen neue Unruhen anfangen, um ihre Entwürfe auözurführen. Sein eben so unbesonnener Günstling, la Mole,und ein italienischer Glücksritter, der Graf Coconnas,wußten den ohnehin scholl unzufricdnsn Prinzen noch mehrreizen; die Cabale gewann bald eine beträchtliche Ausdehnung,und hatte sogar einen eignen Goldmacher, Grandri, (derunter den im Original oben erwähnten Zauberern zu ver-stehen ist ) an sich gezogen, dessen Kunst auf den Nethfall fürdie Kosten der Unternehmung R»ch schaffen sollte. DerKönig von Navarra und der Prinz von Csnde', ihrer Artvon Gefangenschaft bei Hof müde, ließen sich ebenfalls dar-auf ein, um sich durch deren Hülfe in Freiheit zu setzen.

So kam es denn endlich zu de« unter dem Nahmen desFastnachts-Auflaufs in unscrm Original oft erwähn-ten Unternehmung, deren Zweck zunächst nur dahiu gieng,die drei Prinzen vom Hof weg zu bekommen, uns dann andie Spitze eines schon bereiten Heers der Malkontentenund Resormirien zu stelle».

Durch Uebercilung schlug das Unternehmen fehl- LaMole der dies, aus der ttnschlüffigkeft Monsieurs im

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