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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
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Nach dem Tod des Herzogs von Guise bei dieserBelagerung und nach erfolgtem Frieden, mußte ver-möge desselben jeder wieder in seine Stellen, Ehrenund Würden eingesetzt werden. So mußte also auch derHerr von Martigues die seinige als Colonel niederlegen.DteS kam ihn freilich sauer an, denn alle Officiers sei-nes Corps liebten ihn ungemein und baten ihn, eS nichtzu thun. Er mußte indessen doch; denn der Ko-nig und die Königin« Mutter wollten es so, da derHerr von Andelot, der nicht viel Spaß verstand, des-wegen nach St. Germain gekommen war, um es zubetreiben.

Er mußte zwar die Stelle niederlegen, hatte abernicht übel Lust, den Herrn von Andelot zu fordern, umden Kuchen mit dem Degen zu transchiren. Auchwürde ohne Zweifel Herr von Andelot, der sehr ta-pfer und nicht faul mit der Klinge war, ihn beim Wortgenommen haben, wenn nicht der König ihm aufs Le-ben befohlen hatte, nicht weiter zu gehen, sondern sichzu bescheiden. Denn man befürchtete damals stark ei-nen zweiten Aufstand der Hugenoten, die wohl nichtschwer dazu zu bringen gewesen wären Der Herr vonMartigues that also klug, und respcctirte diesen königli-chen Befehl.

Nach einiger Zeit starb sein Oheim, der Herr vonEkampes, und er erhielt dessen Gouvernement Bretag-ne, daö er so gut und weise verwaltete, daß er gro-ßen Ruhm dadurch erwarb, und sich bei dem dortigenAdel sehr beliebt machte. Man sagt es daher auchihm zum Ruhm nach, er habe bei diesem Adel so gutim Credit gestanden, daß er alles bei ihm galt, undalles mit ihm anfangen konnte

So führte er ihn außer der Provinz, und zwarstets persönlich an, z. B. bei dem Uebergang über dieUl. Denkwürvlgk. XU. 2Z. T Loire,