Der Herr von Randan,
vierter Colonel «General von der französischenInfanterie.
dem hierauf erfolgten Ausbruch des bürgerlichenKriegs, worinn der Herr von Andclot auf derGegenseite war, erhielt seine Stelle der Herr von Ran»Han, was anfangs befremdete, da er mehr bei der Ca-vallerie als bei der Infanterie gedient hatte. Ec be-wies aber bald, daß ein Mann von Kopf in alle Sattelrecht ist, und ihm, einem jüngern Sohn aus demHause Rvchcfautauld, fehlte cs weder an Kopf nochHerz.
Man hielt ihn erst für sehr weichlich, und denSüssigkciten des bequemen Heflebens so sehr erge-ben, daß der schwere Infanteriedienst ihm bald zu be-schwerlich fallen würde. Er bewies aber auch hierbald das Gegentheil, wie ich anderwärts schon er-wähnt habe.
Als er zu Metz war, kam ein Cavalier von demDom Louis d'Avila, Colonel von der kaiserlichen Ar-mee, angeritken, und forderte einen auf die Lanze, sei-ner Dame zu Ehren. Der Herr von Randan nahm ihnsogleich beim Wort, mit Bewilligung seines Generals,und rennte so hitzig und geschickt, daß er ih» halb rodtniederwarf und siegreich und ruhmvoll zurückkam.
So weichlich er schien, so zeigte sichs doch, daßer gegen Strapazen und Unfälle hart war, und diese
ihm