Nach seinem Tode meldeten sich eine Menge Be-werber um diese ehrenvolle Stelle. Unter andern La-va rdin, der sie zu verdienen glaubte, weil er beiderEroberung von Niedcrnormandie als Mcstre de Campvon vier neuerrichtccen Compagnien gedient hatte, undauf dcnTod verwundet worden war. Allein der König,als ein einsichtsvoller Herr, erwog, wie sehr es hierbeidarauf ankäme, diese Sorge für die Sicherheit seinerPerson einenUMann zu übertragen, der von fremdenVerhältnissen und Verbindungen unabhängig wäre;da nun LavarVin von der Zucht und Parthei des Königsvon Navarra war, woraus er auch kein Gehcimnißmachte, so schlug ihm der König sein Gesuch ab, waSihn so sehr verdroß, daß er ihm von nun an nie wie-der diente.
Die ihm und andern Mitbewerbern versagte Stel-le erhielt Beauvais Nangy, den der König sehr liebte,und in den ec großes Zutrauen setzte. Er diente ihmauch sehr gut und getreu, besonders bei der Belage-rung von la Fere und anderwärts.
Als aber der Herzog von Epernon Colonel wurde,und Beauvai laut schrie, er werde ihm nie gehorchen,und achte sich so viel, als jener, siel er beim König inUngnade (denn man muß thun, waS der Herr will,oder lieber gar davon bleiben), wurde abgefttzt, undseine Stelle dem vorzüglich braven und tapfer« Herrnvon Crillon übertragen. Der König hätte sie auchwürkiich keinem Mann übertragen können, der besserim Stand gewesen wäre, sie zu behaupten und zu ver-fechten gegen den abgesetztcn Besitzer, wie gegen jedenandern, als eben Crillon. Er blieb auch im ruhigenBesitz und verwaltete sic sehr ehrenvoll»