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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
221
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frei, bewaffnet oder unbewaffnet insLottvre zu kommen.Er brachte es auch würklich dahin, daß der Köai-g unddie Königin« es übelgethan fanden, und dem Herrnvon Andelot einen kleinen Verweis dcßwegen gaben,und ihm vielleicht einen großem gegeben , oder gar nochmehrangcthan hätten, wenn man nicht auf seinen ho-hen Rang und die Hugenoten Rücksicht nahm, die mandamals nicht gern unzufrieden machen wollte.

Indessen fuhr Charry immer fort zu trotzen, undzog sich, wie ich selbst ihn gewarnt hatte, sein Unglückzu. Denn da der Herr von Andelot das Unwesen nichtlänger so hingehen lassen konnte, brach Chateliereine Ursache vom Zaun ^ ), ihm das Handwerk zu legen. -

Als nämlich eines Morgens Charry von seinemZogis, zu den drei Leuchter», begleitet von dem Capi-tain la Tourette und einem andern, ausgieng, und überdie St. Michelsbrücke kam, fiel Chatelier nebst dembraven Mouvant, einem wackrrn Soldaten, Corü-stantin genannt ^), und einigen andern aus dem Hau-fen eines Waffenschmidts über sie her. Chatelier stieß'Charry den Degen durch den Leib und drehte ihn einpaarmal darinn herum, um die Wunde größer zu ma-chen, wovon er auch sogleich kodk niederstürzte, nebstla Tourctte, den Mouvant und Constantin ermordeten,wie man sagt. Hierauf machten sie sich unerschrockendurch den Augustinerquay davon nach der VorstadtSt. Germain, wo sie gute Pferde fanden, sich flüchte-ten und nicht wieder in Paris betreten ließen.

Allerdings machte dieser Mord starkes Aufsehenbei Hof, besonders bei der Königinn, die just im obernSaal des Louvre mit dem Herrn von Andelot und an-dern Herrn vom Conseil spaziren gieng, als man diesöNachricht brachte. Sie wendete sich sogleich gegen den

Herrn