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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
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194
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den Kanal geschlagene Brücke zu passircn hatten, sowurde Mollard, der dadurch mit seinen Leuten aufge-halten wurde, die Zeit zu lang, ehe er an den Feindkommen konnte. Er sagte zu seinen Leuten:wir,Cameraden, sollte man uns vorwerfen können, daßdie Teutschen eher an den Feind gekommen seien alswir? Lieber wollt ich ein Auge verlieren!"

Damit sprang er ins Wasser, wie er gieng undstand, und versuchte ohne Zögern den Durchgang, derhier so leicht eben nicht war,' denn es gieng bis unterdie Achseln. Alle seine Leute folgten ihm sogleich, undbeeilten sich so gut, daß sie noch vor den Teutschen hin-über kamen, wo sie noch vom Wasser triefend das Ge-fecht begannen. Welch schöner Ehrgeiz! Die altenRömer selbst übcrtreffen ihn nicht!

Bei eben der Gelegenheit hielten der Baron vonGrammont und der Capitain von Maugiron sich sehrbrav.- Jeder hatte das Commando über tausend

Mann. Eben so der Capitain Bonnet, der sich mitdabei befand, aber nicht blieb, wie die andern, sondernmit dem Stoß von einem Helebarde vor die Stirne da-von kam, der aber doch so stark war, daß das Eisenstecken blieb.

Cr hakte zuvor einen sehr braven kapfern Lieuke»vank gehabt, den Capitain Lorges, einen ältern Bru-der des tapfern Mannes, den wir nachher sahen, undder lange Zeit mehrere Corps Infanterie kommandirte,dann endlich durch sein Verdienst die Stelle eines Haupt-manns der Schottischen Leibwache des Königs erhielteJener altere Lorges hingegen , der Lieutenant Bonnets,blieb bei der Eroberung von Friaul, wohin der Herr

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