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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
192
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tet er sich eigentlich mehr für den Cavallerir- als I».fantcrie-Dienst gebildet hatte. Doch stellte er dabeidem König vor, er habe an diesen tausend Mann zuviele Leute unter sich, als daß er diesem Posten ganzGe-»lüge leisten könnte. Dies macht heut zu Tage unfernHerrn Mestres de Camp keinen Scrupel; sie nehmenwohl drei, vier, ja zwanzigtausend Mann, und so vielinan ihnen geben will.^ Darum paffirt aber auch beiihnen so mancher Linksgriff. Bayard bat den König,ihm nur fünfhundert zu geben, woraus er sich versicherthielte, mit Gottes und seiner Freunde Beystand Ihm«in so schönes Corps zu bilden, daß er sich getraute,der geringen Anzahl ungeachtet ein zweimal stärkeres da-mit zu schlagen.

Der Capikain Monkmas, der nachher Mesire decamp wurde, sagte einst zum hochsceligen König Heinerich II. :Sire, Ihre Kriegs. Commistarien und Conrrolleurs haben mir bei der Musterung meineCompagnie nachgezählk, und schreien darüber, daß ich sie nicht vollzählig habe, weßwegen ste mir nurso viel gut thun wollen, als sie bei der Musterungfanden. Ich bitte Sie, Sire, glauben Sie mir,daß es mir ans Herz greifen würde, wenn ich Ihnenauch nur einen einzigen Sou unterschlagen sollte.Allein das Geld, das ich izt wenigen gebe, müßte ich ja doch haben, wenn ich mehr Leute hielte. Nun aber weiß ich mir meine Bursche so gut auszulcsen, besol-de sie auch so gut, daß ich mit dieser wenigen Mann-schast allemal mich anheischig mache, die komplettsteCompagnie aus dem Feld zu schlagen " Er sag«te hierdurch, daß die Starke nicht in der Anzahl, son-dern in der Tapferkeit der Leute liegt. Er hatte daher

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