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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
140
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Dieser gedachte Capirain Romegas trug nie Be-denken , mit seinen beiden Galeeren fünf bis sechs türki-sche Galionen von Algier anzugreifen, die er allemalschlug, in den Grund bohrte, oder aufbrachte. Ne-ben seiner Tapferkeit war er auch noch sehr klug und li-stig, und wußte seine Zeit zum Auslaufen und Angriffsehr gut zu nehmen. Seine große Tapferkeit und seinmächtiger Hang und Wunsch, auf Türken los zu ge-hen, war aber auch Ursache seines Unglücks und To-des. Denn da er den folgenden Großmeister zu schläf-rig und weit nicht so unternehmend fand, als Parisokgewesen war, spann er Kabalen gegen ihn an, um ihmzu stürzen, was ihm von den großen Mächten, die der-gleichen Unternehmungen von kleinen nicht gern sehen,sehr verübelt wurde. Der Papst berief ihn zu sich nachRom, wo er zwar sehr ehrenvoll von Sr. Heiligkeitempfangen und bewundert, aber dennoch, wie manversichert, vergiftet, nachher hingegen mit ausnehmenderPracht begraben wurde.

Sein College, der Herr von Saint Aubin, dersich unter ihm gebildet hatte, war ebenfalls ein sehr gu-ter Officier. Er bewies dies in mehrern schönen Ge-fechten, wobei er Prisen und Beute genug machte, zudes Ordens sowohl als seinem eignen Besten, denn erund sein College hatten starke Summen in der Bank.

Es ist sehr Schade, daß man diese braven tapfer»Malcheserritter, die für die Religion Gut und Blutwagen, nicht besser von Seiten der christlichen Fürstenunterstützt. Man wollte sogar ihre zeitliche Besitzun-gen bei uns beschränken und verkümmern; allein derHerr Admiral nahm sich ihrer im Conseil so nachdrück-lich an, daß es damals noch unterblieb, nachher kames aber doch noch dahin mit ihnen,, was nicht hätteseyn sollen»

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