Rccule, als Anspielung auf seinen Nahmen Mer,eure. Nachher mußten sic sichs aber vergehen lassen,und hatten nicht sehr Ursache über ihn zu lachen, nochihn ferner Herr von Rccule zu nennen; denn er setzteihnen brav zu, und war ein sehr schlimmer Feind fürsie. Man giebt ihm jedoch Schuld, er raffe alles ansich, den Hugcnoten so gut als den Catholiken; denMönch wie den abgefallenen Priester; den Schlechtenwie den Rechtschaffenen; den Gvttesläugner wie denFrommen, und lasse sich von guten Catholiken wie vonHugenotcn, von armen Kauflcuten wie von Kriegs«leutcn große Ranzion bezahlen. Dies tadelt man anihm, und cs ist zu fürchten, Gott möchte über ihn cr«grimmen.
Doch bis izt zeigte er sich stets als einen cinsichts«vollen General, und wenn sein richtiger Verstandund sein Geist ihm hierinn zu statten kamen, so warseine G-'mahlinn ihm sicher nicht hinderlich. Denn sieist eine ächte Tochter ihres Vaters Martigues, ganztugendhaft, muthvoll und edeimülhig wie er, geschickt,schnell besonnen, und wachsam, so daß sie als Jungeder leibhafte Vater worden wäre. Ihre Thatcn undAeschafftigungen wahrend dieses Kriegs beweisen dicShinlänglich.
Nachdem endlich unser großer König sein Reichwieder erobert und in Bretagne wieder die Ruhe herge«stellt hakte, wollte er doch auch dem Herrn von Mer«eure zu Leibe gehen, der daher darauf bedacht scyn muß-te eine Capirulation zu treffen, die auch in der Thatschön und anständig für ihn ausficl. Er hatte sich indiesem Krieg hübsche Thaler gesammelt, die er nun aufden ungrischcn Krieg wendete, wohin er mit schönenTruppen in eigner Person abgieng, und sich dort sohervorchat, daß die Teutschen, die er alle in der Kriegs«