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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
62
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rwtlsch hielt, besonders da er zwei seiner' Kinder (wieman sich bei Hof sagte) auf hugenottisch hatte taufenkaffen, was die damaligen großen Generale, wie derKönig von Navarra, der Herzog von Gmse, der Con-stable, und der Marschall von Saint Andre verab-scheuten wie die Pest, so wie es auch überhaupt dmGeistlichen und jedermann ein Greuel war.

Aus diesen Grund also wurde der Herr von Bironmit ungünstigen Augen bei Hof angesehen, welches ihn zudem Entschluß bewog, ihn zu verlassen, und sich aufsein Landgut zu begeben. Nachdem er bereits beiDem König und den Großen des Hofs Abschied ge-nommen hatte, ^am er auch zN dem Herrn du Perron,izigen Marschall von Retz, welcher damals in derGunst deS Königs und der Königinn sehr zu steigenanfieng, und wollte von ihm ebenfalls Abschied neh-men^ Hierbei erzählte er ihm! seine Unzufrieden-heit, und seinen Entschluß, sich aufs Land zu entfernen»

Der Herr du Perron wollte sich einen so braver»wackern Cavalier verbinden, und bat ihn, ob ekgleich schon zur Abreise gestiefelt und gespornt war,noch ein wenig zu warten, bis ec mit dekKöniginn gesprochen hakte. Dieser trug er denn dieSache vor, warum der Herr von Biron unzufrieden sey,und zeigte, daß sS ein Mann wäre, den der König zuseinem Dienst brauchen könnte; sie müßte ihn also auf-zuhalten, und durch gute Worte und Versprechungenzufrieden zu stellen suchen, woran es der Königinn niefehlte, daher ihr auch der Herr von Ronsard seine6a ln kromessa damals deditirte.

Die Königinn schickte hierauf sogleich nach ihm,redete ihm zu, und hielt ihn von seiner Abreise zurück.Ich war damals bei Hof und weiß um daS ganze Ge-heimniß.