Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
52
Einzelbild herunterladen
 

;r

dem Tod seines Herrn Vaters kürzlich Herzog von Guiseund Gouverneur von Bourgvgne worden war, ihn zuseinem Unterstatkhal'er (l_> -ucLna>ir an zn,, rznnv. i-ne-

iriL^:) machte, welchen Posten er mit besonderer Ein-sich? verwaltete.

Vei der mehrere Jahre darauf erfolgten Schlachtbei Renn, befand auch Er stÄ mit seiner CompagnieGeusd'armes, weiche sehr schön, vollzählig und gutgerüstef erschien. Die Pferde waren alle auf der Rü-stung mir Stahl belegt, noch nach der alten Mode wieerd unter dem Herrn Grand - Ecuyer als dessen Fahn-junker gesehen halte.

Der Herr von G»ift wollte diesen guten Officierbei einer so warmen Assaire um sich haben, und ließihn den ersten Angriff auf die Pistvlschühen chun, waSer sehr gut ausführte, indem er sie in die Flanke nahm,daß sie, da er ganz nahe von dem Herrn von Guiseselbst sccondirt wurde, sogleich geworfen und zersprengtwaren. Hierdurch wurde die ganze Avantgarde desKaisers theils nisdergehaucn theils in die Flucht gejagt,was de» gänzlichen Verlust der Schlacht nach sich zog.

Der Herr von G"ise, der nie einem tapfer« Manndie gebührende Ehre entzog, stellte nach der Schlachtden Herrn von Thavannes dem König vor, dem er seintapfres Verhalten, und welchen ausgezeichneten Dienster Ihm geleistet habe, erzählte, was der Köüig nochüberbieß selbst mit angesehen hatte. Der König nahmhierauf öffentlich auf dem Schlachtfeld seinen Orden ab,hieng ihn dem Herrn von ThavanneS um, und schlugihn so zum Rurer ein höchstrühmliches Ehrenzeichenfür ihn, mit einer Art verliehen, die unter unfern» 'tern selten erhört noch gesehen wurde.