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Zweyte Abtheilung, Zwölfter Band (1797)
Entstehung
Seite
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wenn dem Herzog und der Herzogin« ein Sohn gebvh-ren würde, zurückgegeben werden sollten. Der HerrHerzog, fein, schlau und pfiffig, that, nebst seiner FrauGemahlinn, sein möglichstes, bis ste einen Sohn beka-men, worauf man sogleich nicht ermangelte, den Königanzugehen, und die Plätze zurück zu fordern, wobeiman den Zeitpunkt, die Minderjährigkeit des Königsund den Anfang der bürgerlichen Kriege, sehr geschicktwählte.

Die Sache wurde im Conseil vorgetragen, undverschiedentlich darüber für und wider debattjrt, bisendlich nach langen Streitigkeiten die schwache Parkheiüber die stärkere den Sieg davon trug, weßwegen nachder Einnahme von BourgeS, von BviS de VincenneSaus, der Herr von Aluye, einer der vier Slaatssekre,tärs, nach Piemont abgeschickt wurde.

Dieser Herr von Aluye war damals sehr verliebtin Fräulein von Pienne, die er zu Heyrathen wünsch-te, wozu ihm auch der König von Navarra behülflichzu seyn versprach, -wenn er das Geschäft nach seinemWunsch zu Stande brächte. Ohne eine solche Vermit-relung und Vorsprache war auch keine Wahrscheinlich-keit vorhanden, daß er ste bekommen würde, denn dieSFräulein war aus einem der besten Häuser, zugleich sehrschön und vortrefflich, hatte auch bereits so große undhohe Bewerbungen abgewiesen, daß ein bloßer kleinerSekretär gar nicht daran denken durste. Indessen bekamer sie nachher doch, mehr aus einer Laune und Caprice, diedas Mädchen für ihn anwandelte, als aus einer ver-nünftigen Ueberiegung, wie mir von verschiedenen Perrsvnen an unserm Hof erzählt worden ist. Die Verwen-dung des Königs von Navarra aber brachte eS keines-wegs zu Stande; denn dieser war ein Jahr zuvor schongestorben, wiewohl er ihn zuerst darauf brachte, ihm

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