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die sich ihr in ihrer Statthalterschaft in den Nieder-landen darbieten könnte. So ließ sie denn auch einegroße Anzahl Schiffe ausrüsten, welche von diese«Seite das Meer stark befahren mußten, und eineMenge Ungezogenheiten gegen unsre französischen Schif-fe begierigen und ihnen ihren Zwieback, Weine, Mu-nition, ja gar Anker und Seegel abnahmen. Alssie nun von der Reise des Marschalls nach Englandhörte, so ließ sie ihre Flotte zwischen Calais und Do-ver kreuzen, damit er nicht übersehen könnte, ohnedurch sie zu paffiren.
Er bekam Wind davon, und gierig über Diep»pe, wo er zwey bis drei Flämische Fahrzeuge bloSauf zween bis drei Tage anhalten ließ, in welcher Zeiter hinüber und ans Land getreten seyn konnte. Dieswurde so geschickt und artig ins Werk geseht, daßnicht Ein Seemann beleidigt, kein Nagel von denSchiffen genommen, noch ein Schiff im mindesten auf-gehalten wurde, sobald man die Ankunft des Mar-fchalls in England vernommen hatte.
Die Königinn von Ungarn fußte indeffen doch hier-auf, und ließ sogleich in allen ihren Hafen alle französischeFahrzeuge wegnehmen, und dies blos darum, weil dreischlechte Flämische nur drei Tage lang aufgehalten wor-den waren. Sie ließ ihnen die Seegel abnehmen, dieMaaren ausladen, das Schiffsvolk wegnehmen u. s. w»und gab auf alle Vorstellungen zur Antwort: diesgeschehe, weil man ihre Schiffe in Frankreich be-halten habe; da sie doch schon auf freien Fuß gesehtwaren, und dieser Beschlag blos parkiculär zu Diep«pe und aus einer rechtmäßigen Ursache verordnet war,der ihrige hingegen allgemein und ohne allen Grund,noch dazu mit aller Schärfe vollstreckt wurde. DieseErbitterung erstreckte sich sogar auf die Kaufleute, wel-
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