Der König von Navarra bedauerte sie sehr, alser mich mitnahm, sie in einem Saal, wo sie lagen,verbinden zu sehen. Vielleicht erinnert er sich dessennoch. Ich fragte sie bei dieser Gelegenheit, warumsie denn so geschrieen und gelärmt hätten? Siegaben mir zur Antwort: sie hätten jene schon aufge-wacht, durcheinanderlaufend, und ins Gewehr ru-fen sehen; Wenns aber ihrer nur noch ein paar hundertMann zum Angriff mit ihnen gewesen wären, hättensie die Verschanzung wohl erobern wollen.
Sv war also diese Escalade sehr wohl ausge-sonnen von dem Herrn von Revers, aber sehr schlechtausgesührt von uns. Er war in der That seh'r sinn-reich, und eS gebrach ihm nicht an eignen Einfällenund Erfindungen, die er zuvor wohl überlegte unddurchdachte, ehe er Hand an die Ausführung legte.
Der König von Navarra und die Hugenottensagten daher auch, als er gegen sie nach Poitou mar-schierte: „wir haben traun den Herrn von Revers„zu fürchten mit seinem bleiernen Schritt und seinem„Compas in der Hand." — Denn er war würk-üch ein sehr weiser und bedachtsamer Feldherr, wie er sichauch gegen sie bewies. Denn mitten im aufthaucn-dcn regnigtcn Winter nahm er ihnen in kurzem Mau-leon und Montagut weg, worinn ein sehr brauchbarerMann lag, der Herr du Preau, Gouverneur von Cha-telleraut, der viele schöne Proben von seiner Tapferkeitsechs Jahre lang in den Kriegen in Flandern und Frank-reich abgelegt hatte, und sich auch hier durch dis Verthei-digung dieses Platzes viel Ehre, erwarb, indem erst kürz-lich dessen Mauern durch den Marschall von Retz nie-dcrgeriffen, und die Werker nur äufferst schlecht wie-der hergestellt worden waren.
Er eroberte auch !a Gamache, und andre Plätze;und wäre er nicht von dem König, nach dem Tod des
Herrn