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Der König Heinrich sah es nicht mit günstk-gen Augen, daß er diesen Geistlichen (miniere) mitsich herum führte, unerachtet er übrigens nicht unterdiesem Titel bei ihm war, sondern unter dem einesPredigers (prsackiour) des Königs und derKöniginn von Navarra, unter welchem ernicht so verhaßt war, als unter dem eines Geistlichen.
Die Königinn von Navarra, eine junge, schöneund vortreffliche Fürstin«, der ein Tanz allemal we-nigstens so lieb war, als eine Predigt, hatte damalskeinen Gefallen an dieser Religionsneucrung, wenig-stens bei weitem nicht so sehr, als man hätte denken-mögen. Sie stellte daher auch, wie ich von guterHand weiß, eines Tags dem König, ihrem Gemahlganz geradezu und unverblümt vor, wenn e r allenfallsauch Lust hätte, sich zu Grund zu richten, und um seinVermögen zu bringen, so wollte doch sie nicht um daSIhrige kommen, noch muthwillig basWenige vollendsverlieren, was von dem Reich der Könige, ihrerVorfahren, noch übrig wäre, welche ebenfalls um derKetzerei willen das Königreich Navarra verlohren hätten.
Ketzerei nannte sie es, weil der Papst Julius,sehr uncigentlich, alle diejenigen für Ketzer erklärthakte, welche sich gegen die Sentenz, die Confisca-tion gedachten Reichs betreffend, auflehnen würden;ich hörte aber von mehrern bemerken, daß dieserAusdruck hier nicht allzu gut passe.
Dieser König hatte, wenn der spanische Kriegforkgewährt hätte, beschlossen, Rache dafür an Spa-nien zu nehmen, gegen welches er manches gutePlanchen im Schild führte. Der König vsn Fezsollte ihm dazu behülflich seyn, an welchen er die Ca-pitains Montmor aus Gascogne und Melchioraus Portugall, als Gesandte geschickt hatte. Dieser
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