zen, Herrn und Cavaliers, die je gelebt haben. Ichmuß dieß gerade heraus sagen, ohne zu befürchten,deswegen getadelt zu werden. Wenn ich eS würd> ,wäre es doch sehr mit Unrecht. Wer ihn gesehen hak,der kann eS so gut als ich', bezeugen.
Er war ein schöner Prinz von sehr gutem Aus.sehen, brav und tapfer, angenehm, liebenswürdig,wohlredend, schrieb sehr gut sowohl in gebundenerals ungebundener Rede und kleidete sich ganz vortreff,lich, so daß der ganze Hof damals, besonders dieJugend in der Art sich zu kleiden, ganz ihn nachahm«re, so wie er auch sonst in allen Bewegungen undHandlungen zum Muster genommen.wurde. Er be.saß vorzüglichen Verstand und Geist und wußte durchseinen guten Vortrag seine Vorschläge einleuchtend undangenehm zu machen. Ueberdicß that er alles, waser that, mit so vortrefflichem Anstand und solcherungezwungener Leichtigkeit, (nicht so schwerfällig,wie ich wohl von andern gesehen habe, die ihm nach,ahmen wollten,) daß man hätte sagen mögen, es seyalles gleichsam mit ihm gebohren.
Er liebte alle Arten von Leibesübungen und be-saß dazu so viel natürliche Anlage, daß er in allenstark war. Er war ein sehr guter Recher, sehr ge.schickt und mit sehr schönem Anstand, sowohl im Reu«ten überhaupt, als beim Lanzenbrechen, Ringelrennenoder andern Uebungen zur Lust oder im Krieg; sehrgut zu Fuß, um sich auf Pike oder Degen zu schla-gen; in den Schranken, wo er die Waffen sehr schönzu führen wußte, spielte sehr gut Ball; daher denn auchdie Redensart war: die Schläge des Herrn von N«mours. Er sprang, voltigirre, tanzte und dies allesmit so gutem Anstand, daß man sagen konnte, er seyvollkommen in allen ritterlichen Uebungen, und daß,
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