Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
162
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und von der, so wie auch von andern Er sehr geliebtwurde, wozu er auch mehr als eine Liebenswürdigkeitbesaß. Er war sehr schön im Gesicht, blond,sanft, höflich, einnehmend und ehrerbietig, von sehrschönem und schlankem hohem Wuchs und dabei sehrgewandt und kraftvoll. Denn cs giebt wohl der Großenviele, welche große lange Laternen sind, so unbehülfiichund ungeschickt gebaut, daß es zum Erbarmen ist.Der Herr GroßPrior war nichts weniger, alsdies.

Ec führte die Waffen sehr gut, sehr geschicktund mit ganz vorzüglichem Anstand.

Ich sah ihn einst zu Paris in der VorstadtSaint Germain zu Anfang der Regierung des KönigsKarls IX. einen Schrankenkampf unternehmen, mitdem Herrn Avaret welcher ebenfalls groß, von gleichemWuchs und einer der galanten Herrn bei Hofe war;er starb nachher als Hugenot in Orleans an der Pest.Beide waren die Platzhalter und hielten gegen mehrals fünfzig Kämpfer aus, ohne sich je zu ergeben nochHülfe zu verlangen. Allein nie sah man auch soschöne Rennen, nie besser die Lanze führen, besser sie bre-chen , besser sich auf den Degen schlagen, besserund mit schönerm Anstand hauen. Dabei war nochjener große Herr von Guife, welcher der Pathe seinesBruders war, dem sichs sehr schön zusah, wie ecseinen Bruder und Pathen bediente. Endlich trugendiese beiden den Preis und die Stimme des Königs,der Prinzen, der Königinnen und der Damen davor.

Kurz, dieser Herr GroßPrior war zu allem zugebrauchen. Als wir aus Schottland zurückkehrtenund der Königinn von England aufwarteten, nahmsie ihn sehr gnädig auf und hielt ihn in großer Achtung,tanzte auch ein oder zweimal mit ihm, denn er tanzte

ganz