Schloß zu Florenz gesetzt wurde, so wollte er, che ersich der grausamen, Qual unterwarf, seine Geheimnißezum Verderben seiner Freunde zu verrathen, lieber ei-nen seiner und semer Herkunft würdigen Tod an-thun, und erstach sich so edelmüthig als standhaft miteinem Degen, den e.in Spanischer Soldat von seinerWache unvorsichtiger Weise zurückgelassen hatte. Manfand ihn ganz blutig am Boden und ein kleines Bil-lck von ihm auf dem Tisch, worauf geschrieben stand :da ich nicht gut zu leben wüste, so ist es billig, daßich wenigstens gut zu sterben wisse und meinem Lebenund meinem Eiend groß denkend ein Ende Mache.Weiter unten stand noch etwas, das diejenigen,die seinen Tod erzählen, nicht anzusuhrcu pflegen , dasaber, wieder letzte Herr von Strozzy. sein Enkel,der auch den Namen Philipp von ihm führte, mir ver-sicherte, der bekannte Vers auS dem Virgil war:
Lxoriare sliguis nollris ex Oilibus VIcor.
Die Herrn von Strozzy, als Nachkommen die-ses Herrn Philipps brachten nach der Hand diesenWunsch vollkommen in Erfüllung und rächten seinenTod reichlich, besonders die Herrn Peter und LeoStrozzy, die statt einiger Tropfen Bluts, welche ihrVater vergoß, dessen ganze Ströme von Spaniern,Florentinern und andern ihrer Widersacher vergossen.
Der letzte Herr von Strozzy, sein Enkel, hatte we«gen seiner großen Jugend nicht sonderlich Zeit ein Glei-ches zu thun; denn als der Friede zwischen den beide»Königen dem Allerchristlichsten und Katholischen ge«schlossen wurde, war er noch sehr jung und in denWaffen wenig geübt, vhnerachtet er sie schon einwenig getragen hatte. A'deß ist doch kein Zwei-fel, daß wenn die Kriege fortgedauert oder wieder neue entstanden waren, wie die bürgerlichen
Krie»