Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
124
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ihr, als sie angelangtwar, sogleich die Aufwartung,küßte ihr die Hände, und erkundigte sich bei ihr,welche Angelegenheiten sie hierher führten, und ob erihr etwa worin dienen könnte, in welchem Fall er mitLcit> und Seele zu ihrem Befehl sey.

Sie, eine sehr schöne und wakre, dabei sehr geist-reiche und gelehrte Dame sagte ihm hierauf: nichts an-ders habe sie hergcjührt, als sein Ruhm und dasVerlangen, sich mit einem so vortrefflichen Mann naherbekannt zu machen und zu unterhalten.

Der Herr von Salvoison erkannte hierauf als-bald an ihrer Grazie, ihrem Benehmen, ihrem Geistund ihren schönen Reden, daß sie ein göttliches Geniesey, stimmte sich daher auf seinen schönen galan-ten Ton, um sic zu preisen und zu erheben, wogegensie ihrer Seits sich herabsehte und so kamen dennbeide von Rede zu Rede in einen so angenehmenWettstreit, daß sie sich wechselseitig mit Bewunderungerfüllten, und beide ganz entzükt von einander wurdenund jedes dem andern den Vorzug aufdringen wollte.

Ihre Unterhaltung war nicht blos für diesen ein-zigen Tag und diese Stunde, sondern währte wohlacht Tage, wahrend deren sie nicht säumten, sich vonallen Arten von Wissenschaften zu unterhalten, ja auchvon Liebe. Nach diesen Unterhaltungen und Meh-rern Fcstins, die der Herr von Salvoison ihr zuEhren gab, reiste sie ab und kehrte nach Maylandzurück, wo sie den Herrn von Salvoison über alles zuloben und seine Vortrcfflichkeit zu erheben begann. DerHerr von Salvoison that ein Gleiches von der Dame rund so waren sie denn beide äußerst Mit einanderzufrieden.

^ So