Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
117
Einzelbild herunterladen
 

schaden, als alle jene Fürsten in zwanzig Jahren, wennsie gleich darüber aufgebracht worden waren, daß ersie hätte sitzen lasten. Wäre unser König und der«nig von Spanien von ihren Dienern in dieser Sachegut bedient worden, so hätten sie es zu einem sehr gutenVernehmen unter beiden bringen und ihre Hän-del ausgemacht können, ohne sich, in fremde zu mi-schen , unbekümmert, wie es diesen gehen mochte.

Was Savoyen oder Piemont betrifft, so sagtegedachter Herr Marschall ferner, wie wohl ungern:,,da lasse sich noch Grund und Billigkeit finden, dieseZurückgabe zu bewilligen, wegen der Frau Herzo-gin von Savoyen, als Schwester des Königs, wel-che wegen ihres Rangs, ihrer Tugenden und derliebe ihres königlichen Bruders einige, ja sehr grosseund weit umfassende Gefälligkeit verdiene; auchweil auf der andern Seite der König von Spanienseinen Vetter, den Herzog von Savoyen liebe, und ihnum hohen Preis nicht im Stich gelassen noch unzu-frieden gemacht haben würde." Darum mußtenfreilich die beiden Könige hier keineswegs hartnäckigauf ihrem Sinn bestehen.

Was aber die andern kleinen Fürsten betrifft, sodurften diese keineswegs so viel prätendiren: da großund groß gleich sind, nicht aber der Große und der Kleine,vielmehr die Großen den Kleinen die Gesetze und Thcilevorschneiden, und diese' unter jenen stehen müssen,hingegen noch nie erhört worden ist, daß die Gros-sen Hie Fa etors der Kleinen seyen.

Noch viele andre Gründe führte der Herr Mar-schall an, aus deren guter Auseinandersetzung sich er-gab, daß der katholische König sich um dieser Zurück-gaben »Villen keineswegs formalisirt habenwürde, und

H z daß