Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
Seite
69
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so wie auch im Ausland bekannt ist. Er bewahrtedaselbst sehr gut und sehr weislich, was der Königihm anvcrtraut hatte, ein Ruhm, den man unfernfranzösischen Generalen in Ansehung unsrer Italieni-schen Eroberungen auffcrst selten nachsagen kann. JaEr that noch mehr: denn er nahm auch den Feindennoch mehr dazu ab und vereinigte es mit unseren Er-werb, vhnerachtet wahrend seines dortigen Postensgrosse Generale des Kaisers gegen ihn in Mayland undPiemont commandirten, denen er wacker Stand hielt,vbschon sie noch dazu die besten Dfficicrs und Solda-ten hatten. Denn die beste Mannschaft der Kaiserli-chen eilte dahin, so wie man auch von unserer Seitesich zu senen Feldzügen hinzudrängte.

Jene großen Feldherrn waren Ferdinand vonGonzaga, der Herzog von Alba und der Herzog von Ses«sia nebst noch verschiedenen andern. Tapferkeit gegenTapferkeit muß sich wohl in ein Helles Licht sehenund um so mehr leuchten. Er fürchtete sie nie, nochunterließ er je ihrentwegcn seine Unternehmungen undmachte ihnen viel zu schaffen.

Als der Parmesanische Krieg angieng, war DomFerdinand Statthalter von Mayland. Man gabihm damals Schuld, er habe die Ermordung des Pe-ter Ludwig Farnese veranstaltet.

Dieser Mann verstand sich sehr gut aufTaschen«spielerstückchen; nicht die des Meister Gonnin, sondernMachiavels. Er ließ die braven Soldaten, welcheder Marschall von Briffac schickte, und zu Anfang die-ses Kriegs einzeln hinschleichen ließ, um sich in Parmaund Mirandola zu werfen, Kuffangen, alle ermor-den und ins Wasser werfen, je nachdem man siefand, obschon es mitten im Frieden war; worüber er

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