Druckschrift 
[2] (1796)
Entstehung
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re erschrocken davon nüd es entsteht eine große Nieder-lage, worüber die ganze Schlacht verlohren geht.Thun die General-Anführer oder auch andre geringe-re ÖfficicrS etwas dergleichen, so ist es noch schlim-mer; denn jeder folgt dem Beispiel seines Vorgcsetz-ten, wie man das bei mehrern Schlachten in unfernTagen erlebt hat. Und geht eine solche Schlacht ver-lohren, so ist es vielleicht um das ganze Reich, undden ganzen Staat eines Fürsten, für den sie geliefertwurde, gethan.

Eben so verhalt es sich mit denen, denen dasCommando in Vestungen und wichtigen Städten an-vertraut ist, wenn sie solche aus Furcht und Feigher-zigkcit übergeben,.indem es oft nur eines gutverthei-digten und gehaltenen Platzes bedarf, um die ganzeMacht eines großen Kaisers oder Königs aufzuhal-ten und zu vereiteln,, wie z. B. der Herr von Guisedie Macht Kaiser Karls des Großen vor Mez, dessenEinnahme sehr nachtheilige Folgen für Frankreich ge-habt haben würde. Solche und eine Mengeanderer Gründe führen die Großen für die Bestrafungin solchen Fällen an, so daß ich nicht fertig werdenwürde, wenn ich solche alle hier aufzahlen wollte.

Darum ließ der große König Franz den Capk-tain Frangct bestrafen und degradiren, weil er Font-arabien so unverantwortlich übergab, nachdem es Heredu Lude so gut und so lange erhalten und vertheidigkhatte. Der König Heinrich ließ ebenfalls den Herrnvon Nervin wegen Boulogne bestrafen» Indessenwurde er dennoch nach seinem Tode gerichtlich für un,schuldig erklärt. Ob er mit Recht oder Unrechtgelitten hatte, darüber stritt man sich lange Zeit.

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