37§
Symbol: eine FreyheitSmütze mit L Dolche»und der Unterschrift: I-ibertss. (s- Horkleder.) Im Ma-nifest wurden die heiligsten Zusagen gegeben:
,,Es sind uns allerley schwere Klagen vieler Kurfür-sten , Fürsten und anderer trcfiichen Leute deutscher Nationvorgekommen, daß sie mit unerträglicher Tyrannen undServikur von dem Kaiser verdruckt und in ewige Dienst-barkeit und Verderben geführt würden."
„Dieß zu vernehmen, ist uns zum höchsten beschwar»lich gewesen, nickt allein daraus, dieweil wir mit den Deut-schen einen gemeinen Ursprung haben; denn es seyn unsereVorfahren auch Deutsche gewesen, sondern auch von wegendes Bündnisses und von alter hergebrachter Freundschaft,welche jederzeit unverbrüchlich gehalten worden ist; zu demunsere Vorfahren jederzeit mit den Stände» des heiligenReichs, von Gleichheit wegen der Sitten, je und allewegehöchste Freundschaft gehabt haben."
,,Desbslben haben Wir aus göttlichem Eingeben nichtallein ein Bündniß mit den Ständen uffgericht, sondernwollen auch alle unsere Macht, Rath, auch unsere eigenePerson mit den Fürsten in Gemeinschaft aufseyc». Wikversprechen in diesem Krieg, daß Männiglich bey seiner ha-benden Gerechtigkeit, Ehren, Güter und Freyheiten, wel.che wir wieder zu erretten und zu recuperircn, diese»Krieg vorgeüommen haben, unverletzt bleiben, und ver»heißen bey Gott dem Allmächtigen, für allen Christliche»Königen, Potentaten und Fürsten, daß wir in keinemWege gestatten sollen noch wollen, daß mit unscrm Vor-wissen , anch allen sämmküch und sonderlich, was Wesens,Condition oder Standes es sey, einiger Schaden soll zuge-fügt werden; also weit ist fehl, daß wir, so den Titel desAllerckristlicken Königs führen, sollten oder wollten euchden ehrwürdigsten Prälaten, Aebten und ander» geistliche»Personen und Standen, auch im geringsten Schaden zufü-gen, welche wir alle in unfern Schutz und Schirm ausge-nommen haben wellen, rc."
Den-