verheirathek war, nicht gefallen, sondern so ungefährals Rath und Gesellschafter.
In unfern bürgerlichen Kriegen führte er mehr«mahlS Key verschiedenen Expeditionen als Lieutenant deRoy unsre Armeen an; wie z. B. bcy den Belagerun-gen von La Charite? und Vezclay und sonst noch. KurzVieser Herr war mit verschiedenen schönen Posten be-ehre , und starb mit dem Titel eines Marschalls vonFrankreich, was er zwar nie wirklich war, jedochRang, Gehalt und Pension gleich einem wirklichenMarschaü von Frankreich hatte. Hierbey sagten ver-schiedene zu Lyon, als der Herr von Momluc dem gu-ten Herrn von Sanfte vor der Nase weg zum Mar-schall von Frankreich gemacht wurde, ,,man habe ihmsehr Unrecht gethan, daß man nicht ihn dazu gemachthabe, da er doch schon seit geraumer Zeit in diesemRang stehe, und der andre nicht."
Ich weiß wohl, woran es hierbey lag, werde eSauch bey einer andern Gelegenheit anführen, nebst demwas der Herr von Sanfte mir in Ansehung seiner Unzu-friedenheit hierüber sagte. Denn die Frau von Sanfteund ich waren sehr nahe Verwandte und der wackre Herrliebte mich sehr. Von diesem Vorfall an zog er sichauf sein Landgut zurück und kam nicht wieder nachHof; ungefähr zwey Jahre darauf, wenn mirrecht ist, starb er zu Haus.
Dieß ist das kürzeste, was ich von der lieberem-stimmung dieser drey vorgedachken wackern Eavaliersund Offiziers und von ihrem Schicksal ansührcn woll-re. Nicht so übereinstimmend war ihre Todes-Art:denn der Herr von Esse starb oben auf einem Wall, dieandern beyden in ihren Betten. Sie starben alledrey arm an eignen oder erworbenen Gütern, außer