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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
340
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Herr. Auf der andern Seite hingegen trug erkein Bedenken und fand keinen Anstand, sich limmeine Tante Madam de Dampierre zu bewerben,wenn sie ihm hatte Gehör geben wollen, als sieeine junge Wittwe von meinem seeligcn Oncle demHerrn von Dampierre und sehr reich war. Die-ser war als Lieutenant de Roy in dem Krieg zwischendem Könrg von England und dem König Franz vorArdreS geblieben.

Gleiche Bedenklichkeit äußerte der Prinz vonWallis, welcher, am Abend nach der Schlacht beyPoitiers, nicht mit dem König Johann zu Nachtessen wollte, und sich doch kein Gewissen daraus mach-te , ihn gefangen zu halten. Ein Gleiches chat derHerr Hcrzog von Bourbon, der am Abend nach derSchlacket bey Pavia den König in aller Untcrthänig»keit bediente, ihm die Serviette reichte und ihn dabeydennoch ebenfalls gefangen hielt.

Als König Heinrich zur Krone gelangte, schickteer als Beschützer der Unglücklichen den Herrn vonEsse als seinen Lieutenant General nach Schottland,den bcyden Königinnen Mutter und Tochter zu Hülfe.Düs war eine sehr große Ehre für ihn ; denn er com-rnandirre dabey Herrn, welche weit reicher und auSweit sngcsehncrn Hausern waren, als er; wie z. B.den Herrn von Srrozzy, und den Prior von Capua,zween Brüder und Vetter der Königin«, den Herrnd'Andelot, den Herrn von La Rochcfoucaut, d'Estan-ges, Baudint^, Piennc, Bourdeille, Montpezat,Negrcpellice, den Grafen von Reingrase und eineMenge andrer.

Daher sagte er denn auch oft zu ihnen:Ichweiß wohl, meine Herrn, daß keiner unter Ihnen ist,

der