und krönen zu lassen/ und zwar auf den Sonntag vorFastnacht, eben den Tag, da er auch in Pctzlen ge«krönt worden war, daher er ihn sehr heilig und in Eh-ren hielt.
Bcy dieser Gelegenheit hakte der Herr Marschallseine Klugheit und seine Tapferkeit im Krieg, die erjederzeit bewiesen hatte, zu zeigen. Auch rhat er eswacker; denn er sah sich dabey so wohl vor, so wohldamahls, als hernach, daß, statt ihn zu Grund zurichten, wie man im Sinn gehabt hatte, sein Anse-hen, sein Vermögen , und seine Größe nur noch mehrdadurch erhöht wurden und noch itzt fortdauern.
Dies war noch nicht alles. Er wurde auchnoch vergiftet, so daß wenn man ihm nicht schleu-nig zu Hälfe gekommen wäre, und wirksame Ge-genmittel angewendet hätte, es um ihn geschehenwar; daher lief denn auch wirklich bey Hof die Nach-richt ein, daß er an diesem Gift gestorben sey.
Ich befand mich damahls just im Zimmer desKönigs, als ihm diese Nachricht gebracht wurde»Er hütete noch dastzBctt von einem Fieber her, daser seit zehn bis zwölf Tagen gehabt hatte, weswegener Nachmittags nach unser sechs bis sieben, die ervorzüglich liebte, geschickt hatte, um mit ihm zu plau-dern und ihm die Zeit zu vertreiben.
Er gerieth weiter nicht in besondre Bewegungdarüber, und bezeigte sich weder erfreut noch traurig;er schickte nur den Eilboten an die Königrnn, und wirblieben nach wie vor bcy ihm.
Das Gouvernement von Languedoc wurde so-gleich dem Herrn von Revers übertragen, worübermehrere sich sehr freuten: denn er war ein sehr groß-müthigcr und sehr gütiger Herr. Nachher lief die
Nach.