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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
314
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bey Hof, was ich wohl hersctzen würde, wenn esnicht zu weitlaustig wäre.

Der König blieb indessen jederzeit fest bey seinerMeynung und Vorsatz, sogleich nach seiner Wieder-herstellung eine gute starke Armee gegen Languedoc insFeld zu stellen und dem Marschall d'Amville so offenund so hitzig zu Leib zu gehen, daß er ihn entweder tododer lebendig in seine Gewalt bekommen oder ganz ver-jagen würde. Allein der Tod übereilte ihn und ver-eitelte sein Vorhaben, welches jedoch sein Bru-der der König Heinrich bey seiner Zurückkunft ausPohlen wieder aufnahm und gegen Avignon zog, umihn mit Krieg zu überziehen, vhnerachtet verschiedeneihm riechen, bey seiner Thronbesteigung jedermann zuvergeben und Frieden zu machen. Dieser heilsameRath wurde ihm aber, wie man sagt, von der Koni-ginn Mutter und dem Herrn Kanzler von Biragues,dem nachherigen Kardinal, wieder ausgeredet, welcherdem Herrn Marschall schon lange her nicht gut war,seit er sich so stark für Scipio Micarvat gegen denHerrn Ludwig von Biragues seinen Bruder, in demStreit, den sie mit einander hatten, intercsstrk hatte,was er ihm auf gut Lombardisch immer nachtrug undauch jetzt so gedachte, daß er sehr zum Krieg gegen ihn inLanguedoc riech.

In diesem Krieg lief indessen alles sehr übel ab;denn der Herr Marschall griff wie ein Verzweifelterzu jedem Mittel, das er erreichen konnte und so einguter Katholike er sonst war, bediente er sich dennochdes Beystands der Hugenotten, der ihm auch so gutzu statten kam, daß der König sich endlich, nachdemAiguesmorteS unter seinen Augen weggcnommen war,genöthigt sah, in sein Reich zu ziehen, um sich salben

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