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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
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Die Herrn von Bourdeaux wissen ein Lied da-von zu singen auö Gelegenheit ihrer Salzsteuer. Alssie nach ihrer enormen Beleidigung hörten, daß ergegen sic anrückte, gingen sie ihm auf zwo Togreiscnweit entgegen und brachten ihm die Stadtschlüffel.Marsch marsch mit euern Schlüsseln , sagte er, ichfrage den Teufel darnach, ich bringe ganz andre mit(seine Kanonen meinte er) die mir schon ein anderLoch ausmachen werden, als die eurigen. Alle willich euch ansknupfen lassen. Ich will euch lehren,euch gegen euern König zu empören und seinen Be-fehlshaber und Statthalter tod zu schlagen."

Er hielt auch ehrlich Wort und verhängte eineexemplarische Strafe über sie, jedoch noch lange nichtso streng, a!6 ihr Verbrechen es verdient hätte: denne6 war von solcher Beschaffenheit, daß es nicht durcheinen Strom von Blut, sagte man damahls, hätteabgebüßt werden können; denn dieß will was sagen,einen Köliigsstatrhaltcr ermorden, ihn cinzupökeln,und ihm die Beerdigung zu verweigern.

Dieser Mord, und das Aufknüpfen des»nigsstatthalcers in Dauphins, la Motte - Gondrin, un-ter dem Herrn von Guise bey dm ersten Unruhen,waren zwey sehr schwere und barbarische Verbrechen.Daher wurden auch sehr viele an dem Herrn Tonne-kable irre, bey dieser Bestrafung, von der man dachte,daß er sie noch mehr hätte schärfen, noch blutiger machensollen, besonders, da er sonst ein sehr strenger Gercch-ligkeitS. Verwalter war.

Wenn er daher hier auch nicht alle zur Strafezog, so darf man doch sicher glauben, daß er ihnenwenigstens durch Reden und Drohungen gar weid-lich Furcht einjagte. Denn wenn er wollte, konnte

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