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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
235
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Er starb jung »nd hatte noch nicht sterben sollen.Die Hugenotten sagen, Gott habe ihn gestraft und ge«tödet, und am Sinn des Gesichts geschlagen, womiter, wie er sich rühmte, den Rath Anna du Bourgwegen Kctzerey verbrennen sehen wollte. Die Huge«notten mögen es auslegen und ihn verdammen, wiesie wollen; ich meiner SeikS glaube aber, daß die vor-züglichste Absicht, warum Gott ihn uns nahm, dahingieng, unS mit den Unfällen heimzusuchcn, welche inFrankreich auf seinen Tod erfolgen sollten, wie wirauch seither gestehen und erfahren haben.

Der Herr Graf von Montgommeri wurde nach-her sehr getadelt, daß er, nachdem er das Unglück ge-habt hakte, seinen Tod zu verursachen, nicht größereReue und Leid darüber trug und Buße that. Aberweit gefehlt. Nachdem er nur einigermaßen so derglei-chen gethan hatte, indem er sich selbst aus Frankreichverbannt und dafür er in Italien herum eine Lust-reise und sich gute Tage gemacht hatte, ergriff er, alsder bürgerliche Krieg ausbrach, sogar noch die Waffengegen den König, den Sohn desjenigen, an dessen Toder Schuld war, brachte ein Heer zusammen, nahmPlätze weg, verlheidigte Rouen gegen ihn, der, da-Mahls noch in zarter Jugend, in Person davor gerücktwar, nahm endlich sogar Engländer in den Platz undbediente sich ihrer gegen seinen König.

Hiemit noch nicht zufrieden, behauptete er sichhartnäckig und so schlimm er nur konnte, bis er end-lich zu Damfront gefangen genommen wurde. Dießkostete ihm aber auch den Kopf, der ihm zu Pa-ris abgeschlagen wurde. Denn die Kömginn,welche damahls Regenrinn war, hatte hoch undtheuer geschworen, daß, wenn er stille gesessen wäre, und

Reue