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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
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rcn, wie der Herr Kardinal sich ausdrückte. Cs fehl,te ihm aber an Kunst und Wissenschaft zu solch einererhabenen Unternehmung, ohnerachtet er bisweileneinige lateinische Brocken von sich gab, bloß zur Para-de, aber nicht anhaltend und im Zusammenhang. Denner war so pfiffig, sich sehr zu hüten, daß er sich nichtin einen Diseurs vertiefte. Kurz; er hielt alle Welt fürNarren. So habe ich mir ihn vom gedachten HerrnKardinal schildern lassen.

Es ist kein Zweifel, daß dieser Pascal etwasGutes und Schönes hatte zu Stand bringen können,La sein König ihn so liebreich behandelte; denn er lieb-te die Gelehrten und unterhielt sich mit ihnen, wie derKönig sein Herr Vater. Auch muß man bekennen.Daß er das Glück hatte, unter seiner Regierung größere,scharfsinnigere und gelehrtere Personen zu haben, alses unter der Regierung feines königlichen Vaters gab.

Herr Ferttel war unter ihm sein erster Leibarzt,der größte und tiefste in seiner Kunst, welcher je, seitGalen und Hippokrates, gelebt hüt, wie ich dies vonLeuten gehört habe, die sich besser darauf verstanden,als ich.

Herr Galandius Tortirolis war stark in derRedekunst; worin ihn aber sein Gegner der HerrRamuS übertraf, ein sehr schöner und beredter Red-ner; cs gab wenige seines gleichen. Ec befaß ei-nen ganz ausgezeichnet schönen Anstand, der seiner Be-redsamkeit ganz vortrefflich zu statten kam.

Davon kann ich ein auffallendes Beyspiel anfüh-ren. AIS er nach einiger Zeit Hugenot worden war,und sich in der Gesellschaft des Herrn Prinzen unddes Herrn Admirals auf dem Zug nach Lothringenbefand, wollten die Kutschen Hülfsvölker, die sie hat-